Unser Urlaub auf dem mongolischen Lande ist vorbei, wir sind wieder in Ulan Bator. Wir hatten acht tolle Tage auf dem Lande: zwei Stunden Ochsenkarren fahren, bei Nacht im Schneesturm - alle warm geblieben ausser Matthias; in der Yurte (heisst hier eigentlich Ger) schlafen, was bei nachts -10 C draussen bedeutet, dass einer um 4 wieder Feuer machen muss und um 7 nochmal (tagsueber in der Sonne schoen warm, im Schatten so um die 10-15C); Kuhfladen einsammeln, damit die Tiere im Winter Einstreu haben ... (Stroh gibt es nicht in der Steppe), es geht die Maer um, der Dung wuerde auch zum Heizen verwendet ... was die Gastgeberin nicht sagen wollte, aber es wuerde einen nicht wundern, da es fuer "Vorrat" keine mongolische Uebersetzung gibt (Holz wird jedenfalls immer nur fuer einen Tag gemacht); Kochwaesche auf dem Holzofen waschen, ging besser als gedacht; morgens die Eisschollen vom Bach mit Kieseln zerschiessen - war bei Clemens sehr beliebt; reiten - runterfallen - wieder aufsteigen ... Glueck gehabt (Matthias); Clemens war sehr tapfer und hat den Familienhund alleine (!) an seiner Hand schnuppern lassen - das war super tapfer; vergohrene Stutenmilch (Airag) und Ziegenvodka trinken, dh. vergohrene und destillierte Ziegenmilch warm gemacht und mit Ziegenbutterfett gewuerzt, was tut man nicht alles fuer einen kleinen Rausch ... ; lernen, wie man mongolischen Milchtee, Teigfladen und Teigstifte baeckt; Kuehe und Ziegen melken; Holz sammeln, hacken; Yurte aufbauen, abdichten, sauber halten ... und am letzten Tag sind wir dann noch auf einen Berg gekrabbelt (von 1500 m auf 1900 m gestiegen) Clemens und Jasper waren sehr tapfer - aber alle sind voellig k.o. Irgendwie schoen das Leben so dicht an der Natur, aber doch auch beschwerlich ...
Froh wieder in UB zu sein,
Matthias Sabine Clemens und Jasper
PS: Das Bild zeigt ein Luftbild vom Standort unserer Jurte (die stand 2003 scheinbar noch nicht dort - die Familien ziehen so 3-4 mal im Jahr um). Das Bild zeigt den Ort im Sommer (die Nordhaenge sind bewaldet, die Suedhaenge spaerlich begrast), als wir da waren war es viel brauner.
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